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SERA im Detail

Gedanken zur Entstehungsgeschichte von Stiftung Sera

Geschichte der Einwanderer

Der Zustrom der ersten türkischen Gastarbeiter begann in den 60er Jahren. Sie kamen aus den verschiedensten Schichten der türkischen Gesellschaft und mehrheitlich aus den finanziell schwächeren Schichten. Der Bildungsstand befand sich leicht über den Stand eines Grundschülers in Schrift und Wort.
Der Umgang zwischen den Immigranten und den Einheimischen war durch die sowohl sprachlichen als auch kulturellen Unterschiede beeinträchtigt worden. In den Anfangsphasen hat sich der Dialog auf das Minimalste beschränkt und mit der Zeit wurden immer häufiger Bestrebungen angegangen.
Anfangs der 90er Jahre begann der Gedankenwandel -vom Gastarbeiter zum Mitbewohner- auf beiden Seiten. Die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis etablierten sich in den Tagesthemen.

 

Sicht der Gastarbeiter:
Das Ziel der erste Generation lag im Geldsparen und der frühestmöglichen Rückkehr in die  Türkei. Aus diesem Grund wurde das Erlernen einer neuen Sprache und die Anpassung in einer neue Kultur als zweitrangig erachtet. Die Gastarbeiter waren attraktive Arbeitskräfte mit relativ niedrigen Löhnen. Wegen der guten Wirtschaftslage mussten sie um ihre Arbeitsplätze keine Angst haben und waren nicht bestrebt sich ausserhalb ihres Familienkreises zu bewegen.

Sicht der Behörden:

Die Behörden stellten sich darauf ein, dass die Gäste kein Interesse an einem langen Aufenthalt haben würden. Kleinere Probleme würden sich mit der Zeit klären und somit sah man keinen Handlungsbedarf in den Anfangsphasen der Einwanderung.

Gegenwart

Die Zahl der Studierten mit Migrationshintergrund ist stetig steigend. Ein grosser Teil der ausländischen Bevölkerung hat sich sehr gut integriert und beteiligt sich nicht unwesentlich an dem Wirtschaftsgeschehen.

Die öffentliche Hand ist stets bestrebt die bestehenden Probleme im Intregrationsprozess anzugehen und, weiter noch, zu lösen. Man ist bemüht nach vorbeugenden Massnahmen für die Förderung des zwischenmenschlichen Daseins zu suchen.

Die Stiftung SERA hat es sich zum Ziel gemacht, diesen Ansatz der Behörden zu unterstützen. Die Stiftung hat einen grossen Nutzen durch ihre Bilinguität, welchen Sie bei der Integrationsförderung gezielt einsetzen kann und zum Dialog mit den Behörden zur Geltung bringen kann. Die Kernkompetenz der SERA Stiftung liegt in der Erziehung, Weiter- und Fortbildung aller Altersstufen und weist einen präventiven Charakter auf.

Partizipierende Behörden/Ämter

·         Migrationsamt

·         Sicherheitsdirektion

·         Fachstellen für Integrationsfragen

·         Bildungsdirektion

 

Migranten und Schweizer mit Migrationshintergrund:

·         2. & 3. Generation sieht sich nicht mehr als Gast. Die Schweiz ist ihre Wahlheimat geworden.

·         Die Teilnahme am öffentlichen Leben wird in Anspruch genommen

·         Ziel ist nicht mehr die Rückkehr in die Türkei, sondern ein Leben in der Schweiz führen und einem gewohnten Lebensstandard halten zu können.

·         Kein genügendes Selbstvertrauen bei den Heranwachsenden

·         Integration ist ein “MUSS” für das Überleben und die Selbstentfaltung

·         “Symptombekämpfung” sind keine Lösung, sondern nur eine Aufschiebung der problematischen Situation.

 

Zukunft

Als Stiftung SERA sind wir bereit unsere Kräfte zu mobilisieren und Hand in Hand mit den Behörden unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Weder Religion noch Kultur darf beim Dialog und bei der Gestaltung des Zusammenlebens sein.
Zu unseren zukünftigen Hauptaufgaben zählt es, den Dialog zu schaffen und die Verständigung zu zwischen den Menschen zu fördern.